Insel Institut

zeigt Flagge

Insel Institut zeigt Flagge, Ausstellung 14.10.17-26.11.17, kunstkasten Winterthur.

Flagge zeigt wer Stellung bezieht und Präsenz zeigt. Flaggen haben Farben und Bedeutungen und werden oft für nationalistische Zwecke benutzt. Das «Insel Institut» hisst im kunstkasten eine Signalflagge die im internationalen Flaggenalphabet für F (Foxtrot) «ich bin manövrierunfähig, bitte nehmen sie Verbindung mit mir auf» steht. Die Inselexpertin ist seit geraumer Zeit mit dieser Signalflagge unterwegs und sucht auf diese Weise Kontaktaufnahme. «Inseln sind trotz ihrer Abgeschiedenheit keine in sich geschlossenen Einheiten, sondern beziehen sich immer auf ein Anderes. Hierfür passt diese Flagge ausgezeichnet. Die kausale Doppelaussage des Signals, einerseits die Manövrierunfähigkeit als Illusionsbruch der Unverwundbarkeit und Unvollkommenheit, sowie andererseits die erwünschte Verbindungsaufnahme als Hilfezugeständnis, bilden die Recherche des «Inseln Instituts» treffend ab», soweit die Expertin. An der Vernissage und Finissage wird in einer Aktion die Flagge gehisst beziehungsweise gestrichen. Während der Ausstellung lädt das «Insel Institut» in Kooperation mit salonsophie.ch zu einem Abend der Präsentation ein.


Insel Institut zeigt Flagge, Ausstellung 'abhängig?', 17.11.19-22.03.20, Vögele Kultur Zentrum.

Flaggen mit ihren einfachen Mustern und monochromen Farben dienen zur Übertragung von Informationen und kennzeichnen Zugehörigkeit von Gemeinschaften, Nationen. Auch das Insel Institut bezieht Stellung, zeigt Präsenz und sucht Kontakt mittels der Inseln Instituts-Flagge. Die II Flagge ist weltweit im Einsatz und wird nun in der aktuellen Ausstellung «abhängig?» im Vögele Kultur Zentrum gehisst. Die Ausstellung macht auf spielerische Weise sichtbar, welche Abhängigkeiten unser Zusammenleben prägen und fragt: Wie wirken alltägliche Abhängigkeiten auf uns? Welche sind erwünscht und welche nicht? Und was passiert, wenn bis anhin nicht wahrgenommene Abhängigkeiten plötzlich sichtbar werden?

Abhängigkeiten und ihre Wirkungsweisen sind vielfältig und lassen sich schwer greifen. Wir leben mit ihnen, von Geburt bis Tod. In unserer Gesellschaft ist Abhängigkeit eher negativ konnotiert. Dabei sind einige davon durchaus nützlich und sinnvoll, andere hingegen weniger erwünscht. Wir sind permanent angewiesen auf andere, auf die Gesellschaft, auf soziale Kontakte, auf finanzielle Mittel, auf Nahrung und Luft oder auch auf Suchtmitteln. Ein komplexes Netz und die Dynamik, welche diese unterschiedlichen Abhängigkeiten zuweilen mit sich bringen, diese zu erkennen, einzuordnen, auszuhalten oder gar los zu werden, ist ein aufwändiger Balanceakt. Denn trotz sinnvoller Verbundenheit, wünschen wir uns in manchen Lebenslagen sehnlichst unabhängig, ergo frei zu sein. Dabei ist doch gerade der Umgang mit ihnen spannend. Nämlich nicht alles zu können, nicht alles zu haben - das nicht alles möglich ist. Wären wir in einer Welt ohne Abhängigkeiten, gebe es keine Reibungen, keine Auseinandersetzungen und wir wären ohne Halt. So gesehen ist Abhängigkeit durchaus positiv und auch notwendig. Ein Netz, das Bezug zueinander herstellt, das Verhältnis untereinander definiert, die Wechselwirkungen beschreibt und bei alldem wir die Balance finden und uns gegenseitig stützen. Das Eine geht nicht ohne das Andere. Eine Abhängigkeit wird jedoch unangenehm und kann kippen, wenn der eine Pol stärker ausschlägt, mehr Gewicht erhält. Dann kann dies auf der anderen Seite als Belastung wahrgenommen werden. Wie wird diese Ungleichgewicht wieder korrigiert und eingemittet?



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