Transformation

An diesem ruhigen Nachmittag ist es kaum vorstellbar, dass hier einst in Pavillons Tausende von Besuchenden eine temporäre Interessengemeinschaft gebildet haben. Reisebericht SAFFA-Expedition

Transformation bedeutet umformen, umwandeln und kommt vom lateinischen trans „über hinweg“ und formare „bilden, gestalten“, zu forma „Form, Gestalt“. Das heisst demnach etwas bereits Bestehendes wird verändert. Diese Verwandlung ist ein Prozess. Und einem Prozess haftet immer etwas Temporäres an. Sie verweilt nicht, sondern ist auf dem Weg zu einer neuen Gestalt. Um dies geschehen zu lassen, wird Zeit aber auch Planung benötigt. Was soll verändert werden und wie? Wann geschehen diese Erneuerungen? Und wie bleiben sie, vor allem bis wann? Denn auch wenn das Bestehende nicht hinlänglich ist, so ist es doch oft bequemer, alles beim Gewohnten zu belassen anstatt eine Veränderung anzustreben. Obwohl es Wandel immer wieder gibt. Wir verändern uns, wachsen heran, altern. Unser Umfeld verändert sich, die Lebens- und Arbeitsbedingungen bleiben nicht immer gleich. Das Leben besteht aus Entwicklung. Demnach sollte es wohl helfen, an der Haltung und Einstellung gegenüber Veränderungen zu arbeiten, Berührungsängste mit der Ungewissheit abzubauen. Wie wird es sein? Niemand weiss es, hypothetische Annahmen ausgeschlossen. Somit liegt in der Transformation auch immer ein Erkenntnisgewinn. Und wer sagt, dass die neue Form letztendlich bestehen bleiben muss und sich nicht wieder wandeln kann?

Hier hilft das Insel Institut Provisorium. In der Insel Institut Werkstatt entsteht aus bestehenden Materialien Neues; recyceltes Holz wird zu einem Klappstuhl verarbeitet. Zusammengeschoben bietet sich das Provisorium als Stuhl an. Ineinandergeschoben kann er transportiert oder verstaut werden und wieder aufgestellt werden. Dieser Prozess unterstützt nachweislich eine positive Haltung gegenüber der Transformation. Probiere es aus, es ist beachtenswert. An welche ausschlaggebende Transformation erinnerst du dich?