II Limitation

Das Insel Institut forscht mehrere Wochen im Herbst/Winter in Island. Als Basis dient eine ehemalige Fischfabrik, Fish Factory Creative Centre, in Stöðvarfjörður, in den wenig besiedelten Ostfjorden. In dieser Gegend fassen die Dörfer knapp hundert Einwohnende und die Fahrt entlang der Fjorde bis zu nächsten Ort dauert über eine Stunde. Öffentlicher Verkehr ist rar, allgemeine Treffpunkte wie Restaurants/Cafés/Bars ebenso. Einkaufsmöglichkeiten konzertieren sich auf das etwas grössere Reyðarfjörður, mit dem umstrittenen Aluminiumwerk sowie den Hauptort Egilsstaðir, der über den Pass erreicht werden kann. Wenn es im Winter wieder Mal stürmt, sitzt man tagelang fest. Die Tankstelle im Dorf sorgt derweil für das Notwendigste. Ist es die Limitation, die den Horizont öffnet, die kreativ und erfinderisch macht?

Während ihres Aufenthaltes wirft die Inselexpertin als erstes ihre eigenen Vorurteile und Erwartungen mit einem Protestmarsch über Bord, um mit einem möglichst ungetrübten Blick zu beginnen. Und im Zuge des mehrwöchigen Aufenthaltes entsteht das Videoessay 'a study in three acts' über abgelegene Orte. Um ferner weitere Eindrücke über Island, Land und Leute zu erhalten, wird ein Roadtrip durch weitere Teile des Landes unternommen, die II Flagge immer mit im Gepäck. Die Vorbereitung zu dieser Residency und die erlebten Erfahrungen werden in öffentlichen Veranstaltungen im BEP-Atelier präsentiert.

"Die dörfliche Tankstelle serviert nebst Benzin die obligaten Hot Dogs und den lebensspendenden Filterkaffee."
Reisebericht Island-Expedition

II Studien

abgelegene Orte / Stödvarfjördur (IS)

Eine Abhandlung, die der Beziehung von abgelegenen Orten - wie sie insbesondere auf Inseln vorkommen - und ihrer vermeintlichen Limitation auf den Grund geht und dabei vorhandene Vorurteile und herkömmliche Werte hinterfragt.


Protesters

Während ihres Forschungsaufenthaltes in Island kämpft die Inselexpertin mit ihrer eigenen Voreingenommenheit. Die archaische Landschaft, das scheinbar ruhige Leben in der kleinen dörflichen Gemeinschaft suggerieren ihr Reinheit, Klarheit und Vollkommenheit. Diese Vorurteile und Erwartungen versucht sie während einer Zwischenausstellung mit einem Protestmarsch durch die Fischfabrik über Bord zu werfen. Anschliessend wird das Publikum eingeladen, es ihr gleich zu tun und ihr eigenes, persönliches Proteststatement zu formulieren.


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